Neurofeedback bei Angststörungen

Panikstörung · Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) · Generalisierte Angststörung · Soziale Angststörung

Angststörungen

Nutze Neurofeedback, um dein überaktives, ängstliches Gehirn zu beruhigen

Leiden Sie unter Ängsten, die Ihren Alltag stark beeinträchtigen? Wurde bei Ihnen eine Angststörung diagnostiziert?

Vielleicht kennen Sie einige dieser Beschwerden:

  • Sie fühlen sich häufig angespannt, ängstlich oder innerlich unruhig.
  • Sie machen sich ständig Sorgen und können Ihre Gedanken kaum abschalten.
  • Sie leiden unter Konzentrations- oder Gedächtnisproblemen.
  • Sie erleben Panikattacken, Herzrasen oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und können die Lebensqualität erheblich einschränken. Eine fachgerechte psychotherapeutische Behandlung und – wenn erforderlich – eine psychiatrische Begleitung bilden die Grundlage der Therapie.

Wie können Biofeedback und Neurofeedback bei Angststörungen unterstützen?

Bei Angststörungen zeigen sich häufig Veränderungen in der Regulation des Gehirns und des autonomen Nervensystems. Das Gehirn befindet sich in einem Zustand erhöhter Wachsamkeit und bewertet selbst harmlose Situationen häufig als potenzielle Bedrohung. Gleichzeitig ist das Nervensystem dauerhaft aktiviert, wodurch Entspannung und Erholung erschwert werden.

Neurofeedback ist eine nicht-invasive Trainingsmethode, die das Gehirn dabei unterstützt, seine Aktivität besser zu regulieren. Während des Trainings erhält das Gehirn in Echtzeit Rückmeldungen über seine eigene Aktivität und lernt schrittweise, dysfunktionale Aktivitätsmuster zu verändern.

Grundlage der Behandlung bei NeuroSymphony ist eine QEEG-Analyse. Sie zeigt, welche Hirnregionen und neuronalen Netzwerke von einer Dysregulation betroffen sind und dient als Basis für einen individuell abgestimmten Trainingsplan.

Ziel der Bio- und Neurofeedback-Therapie ist es, die Regulation des Gehirns und des autonomen Nervensystems zu verbessern. Dadurch können sich die Stressverarbeitung, die Entspannungsfähigkeit und die emotionale Stabilität schrittweise normalisieren. Viele Patienten berichten im Verlauf der Therapie über eine geringere innere Anspannung, eine bessere Konzentration, mehr innere Ruhe und eine Abnahme ihrer Angstsymptome. Da jeder Mensch unterschiedlich auf die Behandlung anspricht, können Dauer und Ausmaß der Verbesserungen individuell variieren.

Objektive Messung des Therapieverlaufs

Um Veränderungen sichtbar zu machen, kann zu Beginn der Behandlung eine QEEG-Untersuchung (quantitatives EEG) durchgeführt werden. Dabei wird die Aktivität des Gehirns gemessen und grafisch dargestellt.

Die nachfolgende Abbildung zeigt beispielhaft Gehirnkarten einer Patientin vor Beginn der Therapie und nach neun Monaten Bio- und Neurofeedback-Behandlung. Die Messungen verdeutlichen Veränderungen der Hirnaktivität, die mit einer verbesserten Selbstregulation einhergehen können. Die individuelle Wirksamkeit der Therapie kann jedoch von Person zu Person unterschiedlich sein.

In den blau dargestellten Bereichen ist ein verminderter Anteil an Alpha-Wellen erkennbar. Alpha-Aktivität dominiert normalerweise im entspannten Wachzustand und spielt eine wichtige Rolle für die Fähigkeit, zur Ruhe zu kommen und Stress zu regulieren. Ein reduzierter Alpha-Anteil kann daher auf eine verminderte Entspannungsfähigkeit und eine erhöhte innere Anspannung hinweisen.

Gleichzeitig zeigt sich ein deutlich erhöhter Anteil schneller HiBeta-Wellen, insbesondere in den zentralen, temporalen und parietalen Hirnregionen. Ein solches Aktivitätsmuster wird häufig bei Menschen mit chronischem Stress, erhöhter Wachsamkeit oder Angstzuständen beobachtet. Es weist auf ein Gehirn hin, das sich in einem Zustand anhaltender Überaktivierung befindet und Schwierigkeiten hat, in sein natürliches Gleichgewicht zurückzufinden.

Können pathologische Angstzustände im QEEG erkannt werden?

Das quantitative EEG (QEEG) ist eine computergestützte Analyse der elektrischen Aktivität des Gehirns. Dabei werden verschiedene Hirnwellen (z. B. Alpha-, Beta-, Theta- und Delta-Wellen) sowie die funktionelle Vernetzung zwischen unterschiedlichen Hirnregionen untersucht.

Die gemessenen Werte werden mit einer wissenschaftlich validierten Normdatenbank verglichen. So lässt sich erkennen, ob bestimmte Hirnaktivitäten oder Verbindungsmuster von den altersentsprechenden Normwerten abweichen.

Ein QEEG kann eine Angststörung nicht diagnostizieren, jedoch häufig neurophysiologische Auffälligkeiten sichtbar machen, die mit Angst, chronischem Stress oder einer erhöhten Erregung des Nervensystems in Zusammenhang stehen. Dazu gehören beispielsweise eine verminderte Alpha-Aktivität, eine erhöhte schnelle Beta- bzw. HiBeta-Aktivität oder Auffälligkeiten in der Kommunikation zwischen verschiedenen Hirnregionen.

Diese Informationen helfen dabei, die individuelle Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen und die Neurofeedback-Behandlung gezielt auf die vorhandenen Regulationsstörungen abzustimmen.

Bio- und Neurofeedback als Teil eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts bei Angststörungen

Das Ziel der Bio- und Neurofeedback-Therapie besteht darin, die Selbstregulation des Gehirns und des autonomen Nervensystems zu fördern. Dadurch können sich Entspannungsfähigkeit, emotionale Stabilität und die Verarbeitung von Stress schrittweise verbessern.

Die Behandlung von Angststörungen ist jedoch in der Regel ein Prozess, der Zeit benötigt. Eine psychotherapeutische Begleitung stellt häufig einen wesentlichen Bestandteil der Behandlung dar. Je nach individueller Situation können auch Veränderungen der Lebensgewohnheiten, der Umgang mit belastenden Lebensumständen oder – wenn erforderlich – eine psychiatrische Mitbehandlung sinnvoll sein.

Bio- und Neurofeedback ersetzen diese Maßnahmen nicht, können sie jedoch wirkungsvoll ergänzen. Sie unterstützen das Gehirn dabei, seine natürliche Regulationsfähigkeit wiederzuerlangen und schaffen dadurch häufig bessere Voraussetzungen für den Erfolg der gesamten Behandlung.

Mehr zum Thema der Behandlung von Angststörungen mittels Neurofeedback können Sie in meinem Blogbeitrag nachlesen: Neurofeedback gegen Ängste: Funktioniert es?